Die Arbeit ambulanter Pflegedienste und deren Verwaltung erleichtert eine mobile Kommunikationslösung, die Vodafone zusammen mit einem Systempartner entwickelt hat. Davon profitiert zum Beispiel der Evangelische Diakonieverband Ulm/Alb-Donau.
![]() Mehr Zeit für Patienten: Clevere SMS-Lösung spart Papierkram |
Die ambulanten Pflegedienste sind in einer Zwickmühle: da immer mehr ältere und pflegebedürftige Menschen zu Hause betreut werden, nimmt der Zeitdruck bei den Pflegekräften ständig zu. Und weil heute praktisch jeder Handgriff dokumentiert und abgerechnet wird, steigt auch der Verwaltungsaufwand. - Die Pflegesätze und -kosten sollen dabei stabil bleiben.
Der Evangelische Diakonieverband Ulm/Alb-Donau mit rund 150 Mitarbeitern ist eine moderne Pflegediensteinrichtung, die diesem Kosten- und Zeitdilemma aktiv begegnet.
Und zwar durch moderne Technik, die seit August 2002 in den Pflegestationen in Ulm, Blaubeuren, Langenau und Rottenacker eingeführt wurde: eine "elektronische Mappe" aus Handy und Barcode-Leser hilft den Pflegerinnen und Pflegern, den Verwaltungsaufwand beim Hausbesuch so gering wie möglich zu halten. So bleibt mehr Zeit für die Patienten.
Maßgeschneiderte Lösung für die mobile Pflege
Eingerichtet hat diese zukunftsweisende Kommunikationslösung der Vodafone-Systempartner All for One Systemhaus AG, der maßgeschneiderte Kommunikationslösungen für Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen sowie aus dem kommunalen Bereich bietet.
Entsprechend ausgefeilt ist die Anwendung für den Evangelischen Diakonieverband Ulm/Alb-Donau: Für die täglichen Besuche der Patienten bekommen die Mitarbeiter ausgedruckte Wochenpläne. Sind vor Ort alle Dienstleistungen erbracht, fährt der Pfleger einfach mit einem Lesestift über die Barcodes, die in der Leistungsübersicht aufgelistet sind. Der Stift liest die Daten, schickt sie per Kabel ins Handy und von dort landen sie auf Tastendruck per SMS in der Diakonie-Zentrale.
Zeitsparende Datenübermittlung und Auswertung in der Zentrale
Hier lassen sich die Daten dann bequem in der Abrechnungs- und Dispositionssoftware auswerten. Besonders hilfreich ist z. B. ein Soll-Ist-Check: Konnte ein Mitarbeiter eine Leistung aus dem Pflegeplan nicht erbringen oder hat das Einscannen des Barcodes vergessen, erkennt die Software in der Station diese Abweichung und macht den Verwaltungsmitarbeiter sofort auf diesen Umstand aufmerksam. Fehlende Informationen können dann gezielt ergänzt werden. Ein wichtiger Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren, bei denen die handschriftlichen Einträge auf den Pflegelisten erst mühsam mit dem persönlichen Einsatzplan abgeglichen werden mussten.
Leistungserfassung per Barcode-Scanner
Neben den Standard-Pflegeleistungen lassen sich auch Sondereinsätze, Arbeitszeiten oder Pausen erfassen. Auch die Wege zwischen den Patienten sowie die Fahrten von und zur Arbeit werden direkt dokumentiert. So ist eine systematische Auswertung zum Optimieren von Einsatzplänen und Arbeitsabläufen ganz einfach.
Weil die Leistungserfassung pro Mitarbeiter erfolgt, kann auch die anfallende Arbeit gerecht auf die einzelnen Pflegekräfte verteilt werden. Außerdem wird die tägliche Rückkehr in die Diakoniestation überflüssig. Schreibarbeiten beim Patienten entfallen genauso wie mühsames Erfassen im Büro.
Das wirkt sich sehr positiv auf die Wirtschaftlichkeit des Dienstes aus. Und der Erfolg im Umgang mit knappen Budgets ist nur ein Aspekt dieser Lösung. Auch die Abrechnung mit den Kassen wird beschleunigt, denn die Leistungsabrechnungen landen wesentlich schneller bei den Krankenkassen.